2009

Das Vereinsjahr 2009

 

Kurz nach dem Start des neuen Jahrzehntes können wir auf ein ausgewogenes und erfolgreiches und auch trauriges Jahr 2009 zurückblicken.

Im Februar wurde das vorangegangene Vereinsjahr mit der Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins und der Feuerwehr ausgewertet und abgeschlossen. Neben der Entscheidung, dass der Feuerwehrverein wieder für die bevorstehende Gemeinderatswahl Kandidaten stellen wird, wurde ein Ausblick über die Vorhaben in 2009 gegeben…

Zu einer Frauentagsfeier lud im März der Motorradclub „Wolfpack MG“ ein. Die Feier im Clubhaus der Motorradfreunde wird unserer Frauenlöschgruppe noch lange in Erinnerung bleiben. Bei einem stilvollen Programm, leckerem Essen und einer ausgelassenen Stimmung genossen die Kameradinnen den Abend.

2009 sollte niemand unseren traditionellen Fackelumzug missen. Wie alljährlich zum 30.April luden wir Groß und Klein zur „Alten Tankstelle“ ein, um in der Dämmerstunde mit Fackeln und Laternen zur Sporthalle zu wandern. Dort angekommen wurde das große Lagerfeuer entfacht. Der Blasmusikverein Oelze e.V. gestaltete den Abend musikalisch aus.

Nachdem der erste Vereinswandertag der Katzhütter Vereine im Jahr 2008 großen Anklang fand, wurde im Vereinsstammtisch ein zweiter Wandertag für den 9. Mai geplant. Wie auch im vorigen Jahr war es eine Sternwanderung. Diesmal mit dem Endpunkt Forellenhof im „Tal der Weißen Schwarza“. 

Zusammen mit dem Heimatverein fuhren wir am frühen Samstagmorgen mit der Schwarzatalbahn nach Obstfelderschmiede. Von hier aus ging die Fahrt mit der Oberweißbacher Bergbahn weiter. Die Fahrt sollte nicht mit einem normalen Waggon stattfinden, sondern mit dem Cabrio der Bergbahn. Durch das herrliche Wetter konnten wir einen hervorragenden Blick über die weiten Wälder und Täler unserer Region genießen.  Von Oberweißbach ging für die meisten unserer Gruppe die Fahrt auf der Flachstrecke nach Cursdorf weiter. Nur die Jugendfeuerwehr und ihre Betreuer verpassten die Abfahrt des Zuges. Denn die Jüngsten erkundeten noch den Spielplatz am Bahnhof. So mussten sie sich zu Fuß auf den Weg Richtung Cursdorf machen und stießen dort zum Rest der Wandergruppe. Nun konnten wir gemütlich bis zum Treffpunkt im Tal der Weißen Schwarza wandern. Im Gasthaus gab es allerlei Köstlichkeiten, wie Forelle „Müllerin-Art“  oder Frisches aus dem Räucherofen. Zum Ende dieser fast schon sommerlichen Wanderung konnte sich die Jugendfeuerwehr über einen erfrischenden Eisbecher freuen

 

In der vergangenen Legislaturperiode vertrat der Kamerad Uwe Drießel die Anliegen der Feuerwehr im Gemeinderat. Da er nicht erneut für das Amt kandidieren wollte, galt es neue Bewerber zu finden. Die Kameradinnen Denise Luckert und Jessica Heinze erklärten sich bereit, sich auf die Kandidatenliste des Feuerwehrvereins eintragen zu lassen. 

Am 7. Juni, dem Tag der Kommunalwahlen, erhielt der Feuerwehrverein 6,5 % aller Stimmen. Es entfielen jeweils genau 73 Stimmen auf die Kandidatinnen. Als Erstkandidatin zog Denise Luckert in den Gemeinderat ein.

 

Nun ein kleiner historischer Rückblick: Wir schreiben das Jahr 1809. Im Örtchen Oelze, welches sich im Fürstentum Schwarzburg–Rudolstadt befindet, wird eine kleine Siedlung erstmals erwähnt. Es handelt sich um eine Häusergruppe an einer Brücke die über den Fluss Masse führte. Die Bewohner der Häusergruppe nannten ihren Ortsteil „Massa Brig“. Auch heute existiert dieser Ortsteil noch und nennt sich  „Masserbrück“.  

Zum 200-jährigen Jubiläum des Ortsteils organisierten die Bewohner der  Masserbrück zusammen mit dem Feuerwehrverein ein kleines Dorffest. Am zweiten Wochenende im Juni fanden die Feierlichkeiten statt.

Nachdem die Masserbrücker am Freitag auf der „Brig über die Massa“ in kleiner, geselliger Runde die Feierlichkeiten inoffiziell einleiteten, war am Samstag auch für alle Besucher der Festplatz auf dem Gelände der ABS—Neuhaus geöffnet. Stefan Acker stellte seine Gulaschkanone zur Verfügung, sodass neben Original Thüringer Bratwürsten und Rostbrätel auch leckere Gulaschsuppe probiert werden konnte. Im Festzelt sorgte der DJ aus der Massermühle bis in die frühen Morgenstunden für ausgelassene Stimmung bei Alt und Jung.

 Der kommende Morgen diente nicht nur zum Aufräumen. Spontan kam es an diesem sommerlichen Sonntag auf dem Festplatz zu einem kleinen Frühschoppen. Am Nachmittag eröffnete dann Bürgermeister Wilfried Machold die Veranstaltung mit einer Rede. Der Blasmusikverein Oelze spielte bei herrlichem Wetter für die zahlreichen Besucher aus seinem Repertoire. Kinder konnten mit den Muttis aus der Masse Kinderspiele machen und sich schminken lassen oder auf den Ponys von Herrn Ringlep reiten.

 Die Bewohner der Masse hatten für diesen Anlass ein kleines Programm vorbereitet. Sie stellten in historischer Kleidung die Ureinwohner der Masserbrück und ihre Eigenarten vor. Das fand großen Anklang bei den Besuchern. An diesem Tag war der leckere Kuchen der Masser Frauen ebenso beliebt wie auch das Heimatheft „200 Jahre Ersterwähnung Masserbrück“, welches von Beate Jörg und Dr. Martin Donau erstellte wurde. 

Ohne das Mitwirken von so vielen engagierten Helfern wäre dieses Fest nicht das geworden, was es war!

 

Im August wurde der neuangelegte Panoramaweg Schwarzatal eingeweiht. Dieser Anlass sollte gleich zur Zertifizierung als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ genutzt werden. Eine Sternwanderung führte von verschiedenen Orten im Umkreis zum Platz am Herrenhaus in Katzhütte. Die Vereine des Ortes übernahmen die Ausgestaltung der Veranstaltung am Herrenhaus. Unser Verein organisierte dafür einen Bierwagen, aus dem neben Cola und Fanta auch Bier und andere Spirituosen verkauft wurden.

Im Laufe des Jahres wurden die ersten drei Bahnfeste anlässlich der „Dampfnostalgie im Schwarzatal“ vom Sportverein, dem Karnevalsverein und dem Heimatverein ausgetragen. Der 18. Oktober war unser Termin. Trotz des nass-kalten Wetters fanden an diesem Sonntag relativ viele Gäste und Einwohner den Weg zum Katzhütter Bahnhof. Neben Bier und Bratwurst gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Dem Wetter zum Trotz gab es heißen Glühwein, der am Kachelofen im Bahnhofsgebäude genossen werden konnte. Als Besonderheit gab es eine Traktor- und Oldtimerausstellung, welche von Michael Franke und Uwe Wittmann organisiert wurde.

Der 31. Oktober war ein besonderer Tag im Vereinsjahr 2009. An jenem Samstag fand unsere lang geplante Vereinsfahrt ins Erlebnisbergwerk Merkers statt. Am frühen Morgen sollte unsere Bustour starten. Doch da geschah schon die erste Panne. Der Reisebus musste wegen eines technischen Defektes gewechselt werden. So dauerte es eine knappe Stunde bis der Ersatzbus ankam und wir losfahren konnten. Dadurch war auch schon unser Zeitplan in Gefahr. Eigentlich war eine ausgiebige Frühstückspause eingeplant, die ausfallen musste. Das Frühstück wurde hastig auf dem Merkers–Parkplatz ausgeteilt. Doch dies störte wahrscheinlich keinen der Anwesenden, denn Semmel, Knacker, Ei und Kaffee schmeckten trotz auch Eile…

Nach einer kurzen Einführung ging es in mehreren Förderkörben tief in den Berg hinab. In 500 Meter Teufe  angekommen, warteten schon die allradgetriebenen Fahrzeuge. Auf der Ladefläche Platz genommen startete die rasante Untertage–Fahrt. Unser erster Halt war das Bergbaumuseum. In dem ein Überblick über die geschichtliche und technische Entwicklung des Bergbaus im Kalibergwerk Merkers gegeben wurde. Neben Exponaten der Grubenwehr waren auch wuchtig Arbeitsmaschinen und große Transportfahrzeuge ausgestellt. Im ehemaligen Großbunker, dem Zwischenlager für abgebautes Salzgestein, konnte eine moderne Lasershow bestaunt werden. Dieser riesige Raum wird unter anderem als Konzertsaal genutzt.

Von den faszinierenden Lichtgestalten noch beeindruckt, gingen wir schon ein paar Fahrminuten weiter eine kleine Zeitreise ein. Wir standen vor einem riesigen Stahltor, welches zu Nazizeiten ein wertvolles Geheimnis bewahrte. Als die Alliierten näher rückten, wurden hier die Gold- und Devisenbetände der Deutschen Reichsbank, sowie unermessliche Schätze aus Berliner Museen eingelagert. Die Amerikaner entdeckten den Bunker 1944. Sogar General Eisenhower kam auf Visite vorbei, um sich ein Bild von der riesigen Kriegsbeute zu machen.

Bevor es für uns wieder ans Tageslicht ging, machten wir noch einen Abstecher, in die erst 1980 entdeckte Salzgrotte. Riesige Salzkristalle, die zu abstrakten Skulpturen verwachsen sind, werden dort mit einem Farbspiel in Szene gesetzt. Diese Eindrücke werden uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Von der 2 ½ stündigen Führung hungrig geworden, hatte unsere Busfahrt als nächstes Ziel die Gaststätte „Kartoffelkäfer“ in Bad Salzungen. Im urigen Gasthaus gab es für jeden ein leckeres Mittagessen.  Von der Kartoffelpizza über einen großen Salatteller bis zum deftigen Steak war für alle Geschmäcker etwas zu haben.

Von Bad Salzungen aus ging es weiter nach Zella–Mehlis in die „Erlebniswelt Meeresaquarium“. Nicht nur die kleinsten unserer Reisegruppe waren von den großen und kleinen, einfarbigen und farbenfrohen, schönen und seltsam anmutenden Fischen und Meereslebewesen der Aquarien fasziniert. Eine besondere Attraktion waren die Krokodile. Sie konnten von einer über die Becken führenden Brücke beobachtet werden konnten. Die exotischen Tiere wirkten wie künstlich, weil sie sich nicht bewegten. Doch bei Gefahr oder auf der Jagd schnappen sie blitzschnell zu. Neben den Krokodilen waren auch die Haifische sehenswert. In zwei 250.000 Liter und 1.000.000 Liter (!) großen Becken sind sie beheimatet. Die Leopardenhaie und Sandtigerhaie teilen sich ihr Terrain zusammen mit den Leopardenrochen. Lange Zeit standen wir vor den großen Scheiben der Becken und beobachteten die Tiere in ihrem nicht ganz natürlichen Gefängnis.

Trotz der herbstlich-kalten Außentemperaturen scheute unsere Jugendfeuerwehr nicht davor zurück, vor der Abfahrt noch den Erlebnisspielplatz vor dem Meeresaquarium zu erkunden. Ganz besonders toll fanden die Kinder die Tellerschaukel, auf der man auch schnell mal die Orientierung verlieren konnte…

Da der Abend nahte, ging es in unserem Bus Richtung Heimat. Während wir uns noch an den fremden Meeresgestalten erfreut hatten, brodelte schon in den Töpfen des Gasthauses zur Krone unser Abendessen. Rostbrätel und verschiedene Salate sollten zum schönen Ausklang eines turbulent-eindrucksvollen Tages beitragen.

Leider war der Ausflug in die Rhön das letzte gemeinsame Beisammensein mit unserem Kameraden Rudolph Heinze. Mit bestürzen erfuhren wir im November, dass Rudi verstorben ist. Als langjähriger Wehrleiter und Vereinsvorsitzender investierte er viel Kraft und Energie in sein Ehrenamt. Neben unzähligen erfolgreichen Einsätzen konnte auch viele Wettkampferfolge unter seiner Leitung errungen werden.  Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren!

Am Nikolaustag fand im und vor dem Herrenhaus die alljährliche Bergweihnacht statt. Viele Katzhütter Vereine engagierten sich für ein gutes Gelingen der Veranstaltung. Die Frauen unseres Vereins waren mit einem Geschenkestand präsent. Es konnten Spirituosen der Likörfabrik Trapp aus Oberweißbach und nette Kleinigkeiten für das nahende Weihnachtsfest erworben werden.

So ging ein vielseitiges Jahr zu Ende…

 

 
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